Eine wunderbare JUGENDLICHE HEILIGE

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   Chiara „Luce“ Badano (* 29. Oktober 1971 in Sassello; † 7. Oktober 1990 ebenda) ist eine Selige der Katholischen Kirche.

    Chiara Badano kommt 1971 in einem kleinen Dorf in Norditalien zur Welt. Der Vater LKWFahrer, die Mutter Angestellte in einem Betrieb, der Amaretti herstellt. Chiara besucht den Kindergarten und die Grundschule im 2000-Seelen-Dorf Sasello, treibt Sport, lernt Klavierspielen. Als sie 14 Jahre alt ist, hat sie so manche Bewährungsprobe zu bestehen: Im Gymnasium muss sie die Klasse wiederholen, die Familie zieht in die Stadt Savona, ihre Freundin beginnt ihr Studium in Turin. Im Januar des Jahres 1989 wird ein Knochenkrebs diagnostiziert. Es folgen Operationen, Chemos, verschiedene Therapien, Hoffnungen, Enttäuschungen
Geprägt von einer tiefen Beziehung zu Jesus gestaltet Chiara ihren Umgang mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und Bekannten und auch mit ihrer Erkrankung. Ihr Verhalten weckt Erstaunen, ihre innere Klarheit und die tiefe Freude in ihren Augen wirken anziehend. Als Chiara Badano am 7. Oktober 1990 stirbt, bleibt das Zeugnis eines jungen Menschen, der den Alltäglichkeiten des Lebens eine große Bedeutung geben konnte. Chiara Badano wird am 25. September 2010 in Rom seliggesprochen. Das vorliegende Buch bietet eine kurze Biografie mit Selbstzeugnissen, Erinnerungen ihrer Bezugspersonen und vielen Farbfotos.

Chiara Badano wurde am 25. September 2010 im Santuario della Madonna del Divino Amore in Rom selig gesprochen

    Mit 19 Jahren heiliggesprochen
Chiara ‘Luce’ Badano brachte ihre Krankheit der Kirche und den Jugendlichen dar

Madrid, 28. Oktober 2010.- Kann man mit nur 19 Jahren bereits das Leben eines Heiligen führen? Die Antwort ist ja: die Nähe zu Gott ist keine Frage des Alters. Wir könnten eine große Zahl an Beispielen   hierfür nennen, so wie das von Chiara ‘Luce’ Badano, einer jungen Italienerin von 19 Jahren, die gerade selig gesprochen wurde und deren Fest wir morgen feiern werden. Sie wurde im Jahre 1971 in Sassello geboren, einer kleinen Gemeinde im Norden Italiens. Sie war die einzige Tochter von Ruggero und María Teresa Badano. Sie sang und tanzte gerne, ihre Leidenschaft galt dem Tennis und dem Schwimmen und sie liebte das Meer und die Berge.

1981 lernte sie dank einer ihrer Freundinnen namens Chicca die Bewegung der Focolares kennen. Für Chiara stand seit dem Beginn ihrer Jugend Jesus an erster Stelle: sie versuchte jeden Tag in die Kirche zu gehen, sie las das Evangelium, betete…Gleichzeitig bewies sie ihren Glauben durch ihr Verhalten: Sie gab den Bedürftigen die Vesper, sie machte mit ihren Freunden das Apostolat…

Eines Tages, während sie Tennis spielte, spürte sie einen solch starken Schmerz im Rücken, dass ihr der Schläger aus der Hand fiel. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und die Ärzte diagnostizierten schließlich einen Knochentumor.

Als sie nach der ersten Sitzung der Chemotherapie nach Hause kam, wollte sie nicht sprechen. Ihre Mutter erinnert sich: „Ich sah sie an und erkannte den schweren Kampf, den sie in ihrem Innern austrug um Jesus ihr Ja zu geben. Nach 25 Minuten wandte sie sich mir zu, mit dem gewöhnlichen Lächeln, und sagte: ‚Nun kannst du sprechen‘. In diesem Moment fragte ich mich, wie oft sie dieses Ja in ihrem Schmerz würde wiederholen müssen. Aber Chiara brauchte nur diese 25 Minuten und danach hat sie niemals einen Schritt zurück gemacht“.

“Ich habe immer noch mein Herz”

Chiara wurde einer Operation unterzogen, jedoch erfolglos, und verlor die Funktion ihrer Beine. Während der Monate ihrer Krankheit wiederholte sie: „Für dich Jesus, Ja, wenn du es willst, so will ich es auch!“. Sie verlor niemals ihr leuchtendes Lächeln, trotz der schmerzhaften Heilmethoden, denen sie unterzogen wurde. Das Morphium lehnte sie ab, weil es ihr, so sagte sie, die geistige Schärfe für das einzig Wichtige nahm: ihre Schmerzen der Kirche zu widmen, den Jugendlichen, den Personen ohne Glauben, der Bewegung der Focolares und den Missionen. Sie war überzeugt, dass der „umarmte Schmerz befreie“. Und sie sagte: „Ich habe nichts mehr, aber ich habe immer noch mein Herz und mit ihm werde ich immer lieben können“.

Chiara wurde der Spitznamen ‚Luce‘ (Licht auf Italienisch) gegeben, nach der Gründerin der Bewegung der Focolares, mit der sie eine intensive Brieffreundschaft pflegte.

Ihr Arzt, ein nicht gläubiger und der Kirche gegenüber kritisch eingestellter Mensch, versichert: “Nachdem ich sie kennen gelernt habe, hat sich etwas in mir verändert. Bei ihr gibt es Kohärenz, bei ihr macht das Christentum für mich Sinn“.

Chiara wollte ihre eigene Beerdigung vorbereiten: die Lieder des Gottesdienstes, das Kleid und die Frisur: „Für sie war alles ein großes Fest- so erzählt ihre Freundin Chicca-. Sie erzählte mir, sie wolle in einem weißen Kleid begraben werden, wie eine Braut, die auf Jesus treffen wird“. Ihrer Mutter sagte sie: „Du musst glücklich sein, denn ich bin es. Wenn ich nicht mehr bei dir bin, wird Gott da sein und du wirst die Kraft finden, immer weiter voranzugehen“. Chiara starb am 7. Oktober 1990 nach einer qualvollen Nacht.

Fünfundzwanzigtausend Personen wohnten ihrer Heiligsprechung bei, die am 25. September 2010 in der Kapelle Divino Amore nahe bei Rom gefeiert wurde. Sie ist die erste Anhängerin der Bewegung der Focolares, die heiliggesprochen wurde.

Der Heilige Vater sagte über Chiara: “Wie kann ein Mädchen von 17 oder 18 Jahren ein solches Leiden ertragen, menschlich ohne Hoffnung, und dennoch Liebe, Gelassenheit, Frieden und Glauben verbreiten? Es handelt sich offenbar um die Gnade Gottes, aber diese Gnade wurde auch von der menschlichen Seite vorbereitet und begleitet: sicherlich durch Chiara selbst, aber auch durch ihre Eltern und Freunde“.

Das Fest der neuen Heiligen wurde auf den 29. Oktober festgelegt. Für weitere Informationen kann du die Seite http://www.chiaralucebadano.it besuchen.

    An ihre Mutter
Ich kann also nie mehr rennen, laufen, Sport treiben?
Nie wieder Tennis spielen, mit meinen Freunden in die
Berge und ans Meer gehen?
Mama! Mit Siebzehn sterben – ist das gerecht?“
Chiara Badano ist ein gut aussehendes, sportliches Mädchen aus Sassello
in Norditalien. Sie träumt davon, Ärztin in Afrika zu werden oder
Flugbegleiterin. Eines Morgens befällt sie ein stechender Schmerz in
der Schulter, der sie nie wieder verlassen wird: Chiara hat einen der
agressivsten Tumore, die man kennt.
Mit ihren Eltern und Freunden beginnt für sie ein heftiger Weg, mit
vielen Niederlagen, aber auch großen Entdeckungen. Die größte:
„Gott ist da und er liebt mich unglaublich. Mit ihm will ich meinen
schwierigen Lauf zu Ende bringen.“ Klinikpersonal, Klassenkameraden
und viele andere sind erstaunt über die Gelassenheit und die Ausstrahlung
der jungen Kranken; sie erhält den Beinamen „Luce“ – Licht.
Die Anziehungskraft, die Chiara schon vor ihrem Tod hatte, geht auch
danach weiter. Aus der ganzen Welt kommen Briefe an, an ihrem Grab
werden Zettel hinterlassen, auf denen Menschen um ihre Hilfe bitten,
ein Junge wird auf unerklärliche Weise von einer tödlichen Krankheit
geheilt. Am 25. September 2010 spricht die katholische Kirche Chiara
Luce Badano selig. In der Filmdokumentation erzählen Zeitzeugen von
ihrem Lebensweg.
Vorführlizenzen und DVD-Bestellung bei: Verlag Neue Stadt, Münchener Str

http://youtu.be/Amh3Qq2SoPc

     Profil von Chiara Badano
Chiara Badano erblickte am 29. November 1971 in Sassello das Licht der Welt, einem Ort im
ligurischen Apennin in der Diözese Acqui. Elf Jahre hatten die Eltern auf die Geburt eines
Kindes gewartet.
Sie war gesund, liebte die Natur und spielte gern. Schon als Kind fiel sie auf durch ihre Liebe
zu den „Letzten“, kümmerte sich um sie und verzichtete dabei oft auf ihr eigenes Vergnügen.
Schon als Kindergartenkind tat sie ihre Ersparnisse in eine kleine Schachtel: „für die Kinder
in Afrika“. Sie träumte davon, später einmal als Ärztin nach Afrika zu gehen, um den Kindern
dort zu helfen.
Am Tag der ersten heiligen Kommunion bekam Chiara ein kleines Neues Testament
geschenkt. Für sie war es „ein ganz tolles Buch“, mit einer „wunderbaren frohen Botschaft“.
Später hat sie einmal gesagt: „So wie es mir nicht schwer gefallen ist, das Alphabet zu lernen,
so sollte es auch mit dem Leben nach dem Evangelium sein.“
Mit neun Jahren schloss sich Chiara den Gen der Fokolar-Bewegung an und bezog nach und
nach auch die Eltern mit ein.
Mit 17 Jahren tauchten plötzlich stechende Schmerzen in der linken Schulter auf. Nach einer
Reihe von Untersuchungen und erfolglosen Therapien wurde Knochenkrebs diagnostiziert. Es
war der Beginn einer harten Leidenszeit, die etwa zwei Jahre dauerte. Als Chiara die
Diagnose erfuhr, weinte sie nicht und rebellierte auch nicht. Sie suchte die Stille; 25 Minuten
war sie ganz versunken. Dann sagte sie ihr Ja zum Willen Gottes. Oft wiederholte sie: „Jesus,
wenn du es willst, will ich es auch!“
Auch jetzt verlor sie nicht ihr strahlendes Lächeln. Sie musste schmerzhafte Therapien über
sich ergehen lassen. Viele, die ihr begegneten, hatten den Eindruck, durch sie mitgerissen zu
werden zu Gott, der Liebe. Sie wollte kein Morphium, um einen klaren Kopf zu behalten und
bot Gott alles an für die Kirche, für andere Jugendliche, für die Menschen, die nicht glauben
können, für die Fokolar-Bewegung, für die Mission …. Dabei blieb sie gelassen und stark.
Sie sagte: „Jetzt gibt es nichts [Gesundes] mehr in mir, aber ich habe noch ein Herz, mit dem
ich immer lieben kann.“
Ihr Krankenzimmer in der Turiner Klinik wie auch ihr Zimmer zu Hause waren ein Ort der
Begegnung, des Zeugnisses, der Einheit: Ihr Zimmer war „ihre Kirche“. Auch die Ärzte,
teilweise keine praktizierenden Christen, waren beeindruckt von dem Frieden, der von ihr
ausging. Der eine oder andere fand eine neue Beziehung zu Gott. „Wie von einem Magneten
angezogen“ hätten sie sich gefühlt, bekundeten sie. Noch heute denkt man in der Klinik an
sie, spricht von ihr, vertraut ihr eigene Sorgen und Anliegen an …
Schon als junges Mädchen hatte sie sich vorgenommen, „den Freunden Jesus nicht mit vielen
Worten, sondern durch das Leben zu bringen“. Dass dies nicht leicht sein würde, wusste sie
selbst; mehrfach sagte sie: „Ganz schön hart, gegen den Strom zu schwimmen!“ Was ihr
immer wieder geholfen hat, die Schwierigkeiten zu überwinden, war ein schlichtes: „Für dich,
Jesus!“
Eine große Kraftquelle für ihr Leben als Christin war für Chiara der tägliche Gottesdienst. In
der Kommunion empfing sie Jesus, den sie so sehr liebte. Sie las und betrachtete das Wort
Gottes. Ein Wort von Chiara Lubich kam ihr oft in den Sinn: „Sarò santa, se sono santa subito
– Ich werde heilig sein, wenn ich jetzt heilig bin.“
Denen, die sie besuchten, gab sie das Gefühl, dass sie ihr wichtig waren. Der Schmerz war für
sie ihr „Material“, das sie einsetzen konnte.

Die letzten Begegnungen mit ihrem Bischof waren von einer besonderen Liebe zur Kirche
geprägt.
Die Krankheit schritt voran, die Schmerzen nahmen zu. Chiara beklagte sich nicht und hatte
oft das Wort: „Mit dir, Jesus; für dich, Jesus!“ auf den Lippen.
Ganz bewusst ging Chiara auf den Tod zu: „Es ist der Bräutigam, der zu mir kommt.“ Sie
wünschte für sich ein weißes Kleid, wie zur Hochzeit. Für „ihre“ Messe suchte sie selbst die
Lieder und Gebete aus; der Gottesdienst sollte ein „Fest“ sein. „Niemand soll weinen!“
Als sie ein letztes Mal die Krankenkommunion empfing, war sie tief gesammelt. Sie bat, ihr
das „Veni Creator“ vorzubeten: „Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.“
Den Namen „Luce – Licht“ erhielt sie von Chiara Lubich, mit der Chiara von klein auf in
engem Briefkontakt stand.
Sie hatte keine Angst vor dem Tod. Zur Mutter sagte sie: „Ich bitte Jesus nicht mehr darum,
mich zu sich in den Himmel zu holen; denn ich möchte ihm weiter meine Schmerzen
schenken, um noch ein wenig mit ihm das Kreuz zu tragen.“
Die Jugendlichen lagen ihr besonders am Herzen: „Der Jugend gehört die Zukunft. Ich kann
keinen Lauf mehr machen, aber trotzdem möchte ich den Jugendlichen wie bei den
Olympischen Spielen die Fackel übergeben. Sie haben nur ein Leben, und es lohnt sich, es gut
zu leben.“

Am Morgen des 7. Oktober 1990 – nach einer sehr schweren Nacht – holte Jesus, „ihr
Bräutigam“, sie zu sich. Es war am Fest „Unserer lieben Frau vom Rosenkranz“. Chiaras
letzte Worte waren: „Mama, sei glücklich; denn ich bin es.“ Und noch ein Geschenk: die
Hornhaut ihrer Augen als Organspende.
Das leuchtende Beispiel von Chiara erreicht die Herzen vieler junger und weniger junger
Menschen, bewegt sie und führt sie zu Gott.
Am 11. Juni 1999 wurde vom Bischof der Diözese Acqui, Livio Maritano, der
Seligsprechungsprozess eröffnet.
Am 3. Juli 2008 wird der heroische Tugendgrad von Chiara Badano anerkannt und sie für
verehrungswürdig erklärt.
Am 19. Dezember 2009 anerkennt Papst Benedikt XVI. das Wunder, das der Fürsprache von
Chiara Badano zugeschrieben wird und unterzeichnet das Dekret für ihre Seligsprechung.
Heute wird sie seliggesprochen.

 

 

 

 

      Predigt an ihrer Seligsprechung

   DANKMESSE ZUR SELIGSPRECHUNG VON CHIARA BADANO
Basilika Sankt Paul vor den Mauern – 26. September, 10:30 Uhr
Profil von Chiara Badano
Chiara Badano erblickte am 29. November 1971 in Sassello das Licht der Welt, einem Ort im
ligurischen Apennin in der Diözese Acqui. Elf Jahre hatten die Eltern auf die Geburt eines
Kindes gewartet.
Sie war gesund, liebte die Natur und spielte gern. Schon als Kind

fiel sie auf durch ihre Liebe
zu den „Letzten“, kümmerte sich um sie und verzichtete dabei oft auf ihr eigenes Vergnügen.
Schon als Kindergartenkind tat sie ihre Ersparnisse in eine kleine Schachtel: „für die Kinder
in Afrika“. Sie träumte davon, später einmal als Ärztin nach Afrika zu gehen, um den Kindern
dort zu helfen.
Am Tag der ersten heiligen Kommunion bekam Chiara ein kleines Neues Testament
geschenkt. Für sie war es „ein ganz tolles Buch“, mit einer „wunderbaren frohen Botschaft“.
Später hat sie einmal gesagt: „So wie es mir nicht schwer gefallen ist, das Alphabet zu lernen,
so sollte es auch mit dem Leben nach dem Evangelium sein.“
Mit neun Jahren schloss sich Chiara den Gen der Fokolar-Bewegung an und bezog nach und
nach auch die Eltern mit ein.
Mit 17 Jahren tauchten plötzlich stechende Schmerzen in der linken Schulter auf. Nach einer
Reihe von Untersuchungen und erfolglosen Therapien wurde Knochenkrebs diagnostiziert. Es
war der Beginn einer harten Leidenszeit, die etwa zwei Jahre dauerte. Als Chiara die
Diagnose erfuhr, weinte sie nicht und rebell

ierte auch nicht. Sie suchte die Stille; 25 Minuten
war sie ganz versunken. Dann sagte sie ihr Ja zum Willen Gottes. Oft wiederholte sie: „Jesus,
wenn du es willst, will ich es auch!“
Auch jetzt verlor sie nicht ihr strahlendes Lächeln. Sie musste schmerzhafte Therapien über
sich ergehen lassen. Viele, die ihr begegneten, hatten den Eindruck, durch sie mitgerissen zu
werden zu Gott, der Liebe. Sie wollte kein Morphium, um einen klaren Kopf zu behalten und
bot Gott alles an für die Kirche, für andere Jugendliche, für die Menschen, die nicht glauben
können, für die Fokolar-Bewegung, für die Mission …. Dabei blieb sie gelassen und stark.
Sie sagte: „Jetzt gibt es nichts [Gesundes] mehr in mir, aber ich habe noch ein Herz, mit dem
ich immer lieben kann.“
Ihr Krankenzimmer in der Turiner Klinik wie auch ihr Zimmer zu Hause waren ein Ort der
Begegnung, des Zeugnisses, der Einheit: Ihr Zimmer war „ihre Kirche“. Auch die Ärzte,
teilweise keine praktizierenden Christen, waren beeindruckt von dem Frieden, der von ihr
ausging. Der eine oder andere fand eine neue Beziehung zu Gott. „Wie von einem Magneten
angezogen“ hätten sie sich gefühlt, bekundeten sie. Noch heute denkt man in der Klinik an
sie, spricht von ihr, vertraut ihr eigene Sorgen und Anliegen an …
Schon als junges Mädchen hatte sie sich vorgenommen, „den Freunden Jesus nicht mit vielen
Worten, sondern durch das Leben zu bringen“. Dass dies nicht leicht sein würde, wusste sie
selbst; mehrfach sagte sie: „Ganz schön hart, gegen den Strom zu schwimmen!“ Was ihr
immer wieder geholfen hat, die Schwierigkeiten zu überwinden, war ein schlichtes: „Für dich,
Jesus!“
Eine große Kraftquelle für ihr Leben als Christin war für Chiara der tägliche Gottesdienst. In
der Kommunion empfing sie Jesus, den sie so sehr liebte. Sie las und betrachtete das Wort
Gottes. Ein Wort von Chiara Lubich kam ihr oft in den Sinn: „Sarò santa, se sono santa subito
– Ich werde heilig sein, wenn ich jetzt heilig bin.“
Denen, die sie besuchten, gab sie das Gefühl, dass sie ihr wichtig war

en. Der Schmerz war für
sie ihr „Material“, das sie einsetzen konnte.

Die letzten Begegnungen mit ihrem Bischof waren von einer besonderen Liebe zur Kirche
geprägt.
Die Krankheit schritt voran, die Schmerzen nahmen zu. Chiara beklagte sich nicht und hatte
oft das Wort: „Mit dir, Jesus; für dich, Jesus!“ auf den Lippen.
Ganz bewusst ging Chiara auf den Tod zu: „Es ist der Bräutigam, der zu mir kommt.“ Sie
wünschte für sich ein weißes Kleid, wie zur Hochzeit. Für „ihre“ Messe suchte sie selbst die
Lieder und Gebete aus; der Gottesdienst sollte ein „Fest“ sein. „Niemand soll weinen!“
Als sie ein letztes Mal die Krankenkommunion empfing, war sie tief gesammelt. Sie bat, ihr
das „Veni Creator“ vorzubeten: „Komm herab, o Heil’ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.“
Den Namen „Luce – Licht“ erhielt sie von Chiara Lubich, mit der Chiara von klein auf in
engem Briefkontakt stand.
Sie hatte keine Angst vor dem Tod. Zur Mutter sagte sie: „Ich bitte Jesus nicht mehr darum,
mich zu sich in den Himmel zu holen; denn ich möchte ihm weiter meine Schmerzen
schenken, um noch ein wenig mit ihm das Kreuz zu tragen.“
Die Jugendlichen lagen ihr besonders am Herzen: „Der Jugend gehört die Zukunft. Ich kann
keinen Lauf mehr machen, aber trotzdem möchte ich den Jugendlichen wie bei den
Olympischen Spielen die Fackel übergeben. Sie haben nur ein Leben, und es lohnt sich, es gut
zu leben.“
Am Morgen des 7. Oktober 1990 – nach einer sehr schweren Nacht – holte Jesus, „ihr
Bräutigam“, sie zu sich. Es war am Fest „Unserer lieben Frau vom Rosenkranz“. Chiaras
letzte Worte waren: „Mama, sei glücklich; denn ich bin es.“ Und noch ein Geschenk: die
Hornhaut ihrer Augen als Organspende.
Das leuchtende Beispiel von Chiara erreicht die Herzen vieler junger und weniger junger
Menschen, bewegt sie und führt sie zu Gott.
Am 11. Juni 1999 wurde vom Bischof der Diözese Acqui, Livio Maritano, der
Seligsprechungsprozess eröffnet.
Am 3. Juli 2008 wird der heroische Tugendgrad von Chiara Badano anerkannt und sie für
verehrungswürdig erklärt.
Am 19. Dezember 2009 anerkennt Papst Benedikt XVI. das Wunder, das der Fürsprache von
Chiara Badano zugeschrieben wird und unterzeichnet das Dekret für ihre Seligsprechung.
Heute wird sie seliggesprochen.

Chiara Luce Badano, war sehr sehr krank, sie hatte Knochenkrebs an der Schulter und litt sehr, aber schenkte es Jesus, welch starke Jugendliche.

Am Samstag, dem 25. September 2010, wurde Chiara Badano in Rom selig gesprochen. 25.000 Menschen nahmen an der Feier der Seligsprechung teil.

Doch wer ist diese junge Frau, die 1990 mit achtzehn Jahren gestorben ist?

Am 29. Oktober 1971 wird Chiara in Sassello geboren und wächst in einer einfachen, gläubigen Familie auf. Sie ist sehr talentiert, schön und sportlich, hat viele Freunde, die sie für ganz normal und gleichzeitig außergewöhnlich halten. Sie schließt sich der Fokolar-Bewegung an, die von Chiara Lubich gegründet wurde und entdeckt so Gott als die Liebe und das Ideal ihres Lebens. Mit Jesus verbindet sie eine tiefe Freundschaft, dessen Gegenwart sie im Nächsten erkennt. Sie hat eine Vorliebe für die Kleinen, die Bescheidenen und Armen, unter ihnen die Kinder in Afrika, wohin sie einmal als Ärztin gehen möchte. Doch mit 17 Jahren erkrankt Chiara schwer. Während eines Tennismatchs spürt sie einen stechenden Schmerz im Rücken. Die Ärzte stellten bei der Biopsie Knochenkrebs fest. Mit der Zeit musste sie sich immer häufiger Krankenhausaufenthalten und Behandlungen unterziehen und bekommt immer größere Schmerzen. In ihren Schmerzen wiederholt sie: „Wenn du es willst, dann will auch ich es.“ Den Besuchern vermittelt sie Gelassenheit, Friede und Freude. In dieser schwierigen Zeit übergibt sie den Jugendlichen eine Botschaft: „Die Zukunft gehört der Jugend. Ich kann nicht mehr laufen, aber wie bei der Olympiade möchte ich die Fackel weitergeben. Wir haben nur ein einziges Leben, und es lohnt sich, es gut zu leben.“ Bald wird sie einer harten Prüfung unterzogen: Chiara kann ihre Beine nicht mehr gebrauchen. Eine schmerzhafte Operation bleibt ohne Erfolg. Der Schmerz ist gewaltig und die junge Athletin musste dunkle Stunden erleben. Zu einer ihrer Freundinnen sagte sie zuversichtlich: „Wenn ich wählen müsste, ob ich lieber meine Beine gebrauchen oder ins Paradies gelangen will, würde ich zweifellos das Paradies wählen. Das ist das einzige, was mich interessiert.“

(Chiara ist bereits von ihrer schweren Krankheit gezeichnet)

Am 7. Oktober 1990 verabschiedet sie sich von ihrer Mutter mit diesen Worten: „Sei glücklich, ich bin es!“ So geht sie Christus entgegen. Sie hatte alles vorbereitet: die Lieder für ihre Beerdigung, die Blumen, ihre Frisur, ihre Kleidung in Weiß, wie für eine Hochzeit. Ihr Leben bezeugt ein bedingungsloses Ja zur Liebe Gottes. Dieses Ja wiederholt sie von klein auf. Es verwandelt ihre Krankheit in einen leuchtenden Weg hin zur Fülle des Lebens. Schon kurz nach ihrem Tod steht sie im Ruf der Heiligkeit. 1999 eröffnet Bischof Livio Maritano von Acqui den Seligsprechungsprozess in der Diözese, anschließend wird er in Rom fortgeführt. 2008 wird die Dienerin Gottes Chiara Badano für verehrungswürdig erklärt.

Auch wir dürfen Chiara um Fürsprache bei Gott in unseren Anliegen bitten!

Vater, Anfang alles Guten,
durch die Verdienste Deines Sohnes Jesus
erweckst Du Wunder des Guten in jenen,
die sich Deiner Liebe anvertrauen.
Wir danken Dir für das christliche Zeugnis
von Chiara Badano.
Von der Glut Deines Geistes beseelt
fand sie in der Liebe den
das Licht, um in der Liebe den
Lebenszweck zu erkennen und die Kraft,
in kindlicher Hingabe an Deinen Willen
das Opfer ihrer Jugend zu vollbringen,
zum Wohl der Kirche.
Wenn es Deinem Plan entspricht, dass
das Beispiel der Dienerin Gottes
den Gläubigen zur Verehrung angeboten
werde, gewähre uns die Gnade ….., um die
wir dich bitten, zur Verherrlichung
deines väterlichen Wohlwollens.
durch Christus, unserem Herrn. Amen.

Quelle > http://kleinewelt.xobor.de/t554f19-Chiara-Luce-Badano-eine-wunderbare-Jugendliche-Heilige.html

One comment to Eine wunderbare JUGENDLICHE HEILIGE

  • Mima  says:

    So starke glaube möchte ich auch haben
    Heilige Chiara bette für uns ❤️

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